Marktdaten Die Smartphones von heute sind viel mehr als nur ein Telefon. Sie vereinen innovative Hardwarefunktionen mit einem fortschrittlichen Betriebssystem für mobile Endgeräte und setzen dadurch neue Maßstäbe. Der Smartphonemarkt boomt. Alleine im 1. Quartal 2010 wurden weltweit knapp 54 Millionen Smartphones verkauft. Dabei handelt es sich um einen Zuwachs von fast 50 % im Vergleich zum 1. Quartal 2009. Während Smartphones bereits heute einen Marktanteil von ungefähr 18 % aller Mobiltelefone ausmachen, prognostizieren Marktforschungsinstitute einen Marktanteil von 30 % für 2011. Das entspricht dem Verkauf von rund 400 Millionen Smartphones.
Vor allem Apple mit dem iOS Betriebssystem und Android Smartphones sind auf dem Vormarsch. Mit deutlichen Zuwachsraten (107 % iPhone, 806 % Android) setzen sich die beiden Betriebssysteme eindeutig von der Konkurrenz ab und vergrößern ihre Marktanteile stetig.
Natürlich profitiert auch der App-Markt von den Entwicklungen. Im Android Markt sind aktuell über 120.000 Apps zu finden. Im App Store von Apple sind bereits über 350.000 Apps vorhanden. Weit über 5 Milliarden Apps wurden dort bis zum heutigen Tag heruntergeladen. Diese Zahlen sind kaum verwunderlich, da die Hälfte aller iPhone Besitzer mindestens eine App pro Monat kauft. Bis 2013 erwartet Apple einen Umsatz von 17 Milliarden Euro mit Apps.
PreisgestaltungVor der Vermarktung einer App, müssen zunächst die Zahlungsmodalitäten definiert werden. Grundsätzlich gibt es hierbei drei Möglichkeiten:
- Der App-Entwickler kann sich für eine Zahlung pro Download entscheiden. Dabei fallen für den Download einer App Kosten an. Der durch den Auftraggeber festgelegte Preis kann jedoch schnell zum Problem werden. Heutzutage werden bereits mehr als 80 % der Apps kostenlos zum Download angeboten. Die Erhebung einer Gebühr schreckt daher viele User ab.
- Eine andere Möglichkeit ist die Integration von Werbung in der App. Hierbei handelt es sich um eine gute Finanzierungsmöglichkeit, die jedoch bei den Usern sehr unbeliebt ist. Oft werden zwei Versionen einer App angeboten. Der Nutzer kann zwischen einer „normalen App” und einer „Premium App“ wählen. Die „normale App“ ist kostenlos, enthält dafür aber Werbung wohingegen der User für die werbefreie „Premium App” etwas bezahlen muss.
- Die letzte Möglichkeit ist ein inhaltsabhängiger Preis. In diesem Fall ist die App selbst kostenfrei. Der Nutzer kann jedoch zusätzliche Inhalte oder weitere Funktionen innerhalb der App hinzukaufen.
VermarktungNach der Fertigstellung einer App entscheidet die Vorgehensweise bei der Vermarktung über Erfolg oder Misserfolg. Sämtliche Werbemöglichkeiten sollten deshalb ausgeschöpft werden. Die Nutzung bestehender Kommunikationskanäle (Websites, Printmedien, Social Media etc.) ist zwar gut, aber nicht unbedingt ausreichend. Zusätzlich sollten Blogs, App Verzeichnisse und Themenwebsites eingesetzt werden. Sie beziehen den Nutzer direkt mit ein und bieten viele Möglichkeiten gezielt Werbung für die eigene mobile App zu machen. Die direkte Interaktion mit dem Nutzer ist sehr wichtig und liefert zahlreiche Informationen. Die subjektive Bewertung einzelner Apps durch den User bringt jedoch auch Gefahren mit sich. Aus diesem Grund muss eine App so gut sein, sodass der User sie weiterempfiehlt und der Kunde von dem mächtigen Instrument der Kundenstimmen profitiert.